Forsthaus Baumwiese Unterwegs in der Jungen Heide
Jan
07

Landschaft zwischen Dresden und Moritzburg

Die Junge Heide ist ein heute vom Hauptteil des Waldes isoliertes Gebiet zwischen Trachau und Wilschdorf. Ihr Name ist nicht etwa, wie vielfach fälschlich behauptet, auf ihr geringeres Alter zurückzuführen, sondern auf die Tatsache, dass sie jahrhundertelang ein schmaler, verjüngter Fortsatz der Dresdner Heide in Richtung Westen war. Die Bezeichnung ist erstmals im Jahre 1560 belegt. Die Abtrennung der Jungen Heide vom übrigen Heidewald erfolgte ab 1827 durch die Rodung des Hellers. Durch den Bau verschiedener Verkehrsanlagen verstärkt, entsteht heute der Eindruck, es handele sich um einen völlig eigenständigen Wald. Die Junge Heide wird fast vollständig von Siedlungen umgeben. Die Stadt Dresden gemeindete bereits 1927 einen Teil von ihr ein, um dort später den Heidefriedhof zu errichten. Der Rest gehört seit 1950 durch die Eingemeindung des gesamten Staatsforstes Dresdner Heide zu Dresden [2].


Waldgasthof Baumwiese (Postkarte um 1937) [3]

Der Sächsische Weinwanderweg wurde parallel zur Sächsischen Weinstraße ausgewiesen, die seit 1992 durch das sächsische Weinbauerngebiet verläuft, auch wenn die Geschichte des sächsischen Weines viel älter ist. Die beginnt im 11. Jahrhundert und wird mit Meißens Bischof Benno verbunden, der wesentlich dafür sorgte, dass der Weinanbau, besonders auf den sonnenreichen Südhängen des Elbtales, eingeführt wurde, schon um die Versorgung mit Messwein zu gewährleisten. Auf bis zu 4 000 Hektar Fläche wurde im Elbtal daraufhin Wein angebaut, heute nur wenig mehr als ein Zehntel [4].

Jul
24

Die Baumwiese


Bild

Holzwirtschaft in der Jungen Heide [14]

Die Baumwiese hieß 1578 nach den Wildwechselpfaden (Wildbahnen) in diesem Gebiet Bahnfelderwiese und später nur noch Bahnwiese, woraus sich wahrscheinlich der heutige Name entwickelte. Das hier befindliche gleichnamige Gasthaus besitzt bereits seit dem 17. Jahrhundert das Schankrecht. In unmittelbarer Nachbarschaft betrieben Anwohner zudem bis 1885 Weinbau, woran noch heute ein altes Weinberghaus aus dem Jahre 1660 erinnert. Weitere, teilweise noch erhaltene Weingüter aus dieser Zeit sind die in der Nähe befindlichen Lindenhof und Waldhof. Östlich der Baumwiese steht seit 1922 das bekannte Ausflugslokal Waldmax [5].