Landschaft zwischen Dresden und Moritzburg
Die Junge Heide ist ein heute vom Hauptteil des Waldes isoliertes
Gebiet zwischen Trachau und Wilschdorf. Ihr Name ist nicht etwa, wie
vielfach fälschlich behauptet, auf ihr geringeres Alter
zurückzuführen, sondern auf die Tatsache, dass sie
jahrhundertelang ein schmaler, verjüngter Fortsatz der Dresdner
Heide in Richtung Westen war. Die Bezeichnung ist erstmals im Jahre
1560 belegt. Die Abtrennung der Jungen Heide vom übrigen Heidewald
erfolgte ab 1827 durch die Rodung des Hellers. Durch den Bau
verschiedener Verkehrsanlagen verstärkt, entsteht heute der
Eindruck, es handele sich um einen völlig eigenständigen
Wald. Die Junge Heide wird fast vollständig von Siedlungen
umgeben. Die Stadt Dresden gemeindete bereits 1927 einen Teil von ihr
ein, um dort später den Heidefriedhof zu errichten. Der Rest
gehört seit 1950 durch die Eingemeindung des gesamten
Staatsforstes Dresdner Heide zu Dresden [2].
Waldgasthof Baumwiese (Postkarte um 1937) [3]
Der Sächsische Weinwanderweg wurde parallel zur Sächsischen Weinstraße ausgewiesen, die seit 1992 durch das sächsische Weinbauerngebiet verläuft, auch wenn die Geschichte des sächsischen Weines viel älter ist. Die beginnt im 11. Jahrhundert und wird mit Meißens Bischof Benno verbunden, der wesentlich dafür sorgte, dass der Weinanbau, besonders auf den sonnenreichen Südhängen des Elbtales, eingeführt wurde, schon um die Versorgung mit Messwein zu gewährleisten. Auf bis zu 4 000 Hektar Fläche wurde im Elbtal daraufhin Wein angebaut, heute nur wenig mehr als ein Zehntel [4].

